Moed Katan 22

Kapitel 22

א מתני׳ <big><strong>מי</strong></big> שהפך את זיתיו ואירעו אבל או אונס או שהטעוהו פועלים טוען קורה ראשונה ומניחה לאחר המועד דברי ר' יהודה
1 <b>W</b>ENN <small>JEMAND SEINE</small> O<small>LIVEN</small> [<small>ZUM</small> P<small>RESSEN</small>] <small>BEREITS UMGERÜHRT</small> <small>HAT UND VON EINEM</small> T<small>RAUERFALLE</small> <small>ODER EINEM</small> U<small>NFALLE BETROFFEN WIRD, ODER SEINE</small> A<small>RBEITER</small> <small>IHN ANFÜHREN, SO DARF ER DEN ERSTEN</small> P<small>RESSBALKEN HINAUFLEGEN UND IHN BIS NACH DEM</small> F<small>ESTE LIEGEN LASSEN</small> – <small>SO</small> R. J<small>EHUDA</small>;
ב רבי יוסי אומר זולף וגומר וגף כדרכו:
2 R. J<small>OSE SAGT, ER PRESSE SIE VOLLENDS AUS UND VERSPUNDE</small> [<small>DIE</small> F<small>ÄSSER</small>] <small>AUF GEWÖHNLICHE</small> W<small>EISE</small>.
ג <big><strong>גמ׳</strong></big> פתח באבל וסיים במועד אמר רב שישא בריה דרב אידי זאת אומרת דברים המותרין במועד אסורים בימי אבלו
3 GEMARA. Er beginnt mit einem Trauerfalle und schließt mit dem Halbfeste!? R. Šiša, Sohn des R. Idi, erwiderte: Dies besagt, daß, was am Halbfeste erlaubt ist, in den Trauertagen verboten sei.
ד רב אשי אמר לא מיבעיא קאמר לא מיבעיא בימי אבלו דמדרבנן הוא ושרי אלא אפילו במועד דאיסור מלאכה מדאורייתא במקום פסידא שרו רבנן
4 R. Aši erwiderte: Er lehrt es als Selbstverständliches: selbstverständlich ist es in den Trauertagen erlaubt, wo dies nur rabbanitisch ist, aber auch am Halbfeste, an dem die Arbeit nach der Tora verboten ist, ist es erlaubt, wenn ein Schaden vorliegt.
ה תניא כוותיה דרב שישא בריה דרב אידי אלו דברים העושין לאבל בימי אבלו זיתיו הפוכין טוענין לו וכדו לגוף ופשתנו להעלות מן המשרה וצמרו להעלות מן היורה ומרביצים שדהו משתגיע עונת המים שלו
5 Übereinstimmend mit R. Šiša, dem Sohne R. Idis, wird gelehrt: Folgende Arbeiten müssen für den Leidtragenden während seiner Trauer andere verrichten; den Preßbalken auf seine umgerührten Oliven legen, seinen Krug verspunden, seinen Flachs aus dem Beizwasser und seine Wolle aus dem Kessel herausnehmen, auch sprenge man sein Feld, sobald die Bewässerungszeit heranreicht.
ו ר' יהודה אומר אף זורעין לו שדה ניר ושדה העומדת לפשתן אמרו לו אם לא תזרע בבכיר תזרע באפל אם לא תזרע פשתן תזרע ממין אחר
6 R. Jehuda sagt, man besäe auch sein Ackerfeld und sein Flachsfeld. Man entgegnete ihm: Wenn es auch nicht mit Frühgetreide besät wird, so kann es ja mit Spätgetreide besät werden; wenn es auch nicht mit Flachs bepflanzt wird, so kann es ja mit einer anderen Art bepflanzt werden.
ז רבן שמעון בן גמליאל אומר זיתיו הפוכין ואין שם אומן אלא הוא כדו לגוף ואין שם אומן אלא הוא פשתנו להעלות מן המשרה וצמרו להעלות מן היורה ואין שם אומן אלא הוא הרי זה יעשה בצינעא
7 R. Šimo͑n b. Gamliél sagte: Wenn seine Oliven umgerührt sind und kein anderer Meister als er da ist, wenn sein Krug zu verspunden ist, und kein anderer Meister als er da ist, wenn sein Flachs aus dem Beizwasser oder seine Wolle aus dem Kessel herauszunehmen ist, und kein anderer Meister als er da ist, so tue er es selber heimlich.
ח יתר על כן אמר רבן שמעון בן גמליאל אם היה אומן לרבים וספר ובלן לרבים והגיע עת הרגל ואין שם אומן אלא הוא הרי זה יעשה
8 Noch mehr sagte R. Šimo͑n b. Gamliél: Wenn er öffentlicher Bader, Barbier oder Badediener ist und die Festzeit heranreicht, und kein anderer als er da ist, so arbeite er.
ט האריסין והחכירין והקבלנין הרי אלו יעשו אחרים בשבילן החמרין הגמלין והספנין הרי אלו לא יעשו ואם היו מוחכרין או מושכרין אצל אחרים הרי אלו יעשו שכיר יום אפילו בעיר אחרת לא יעשה היתה מלאכת אחרים בידו אע"פ שבקיבולת לא יעשה
9 Für Quotenpächter, Halbpächter und Ganzpächter müssen andere die Arbeit verrichten. Eseltreiber, Kameltreiber und Schiffer dürfen nicht arbeiten; wenn sie aber bei anderen verpachtet oder vermietet sind, so dürfen sie arbeiten. Der Taglöhner darf sogar in einer anderen Stadt nicht arbeiten. Hat er fremde Arbeit bei sich, so darf er nicht arbeiten, selbst eine Akkordarbeit. –
י אף על פי שבקיבולת ולא מיבעיא שאינה קיבולת אדרבה קיבולת כדידיה דמי אלא אימא בין קיבולת בין שאינה קיבולת לא יעשה
10 ‘Selbst eine Akkordarbeit’. Demnach um so weniger, wenn keine Akkordarbeit; im Gegenteil, die Akkordarbeit gleicht ja seiner eigenen!? – Sage vielmehr: er darf nicht arbeiten, einerlei, ob es eine Akkordarbeit oder keine Akkordarbeit ist.
יא היתה מלאכתו ביד אחרים בביתו לא יעשו בבית אחר יעשו
11 Hat er eine Arbeit bei anderen, so dürfen sie in seinem Hause nicht arbeiten, und in einem fremden Hause wohl arbeiten.
יב מריון בריה דרבין ומר בריה דרב אחא בריה דרבא הוה להו ההוא גמלא דתורא בהדי הדדי איתרעא ביה מילתא במר בריה דרב אחא בריה דרבא ופסקיה לגמליה אמר רב אשי גברא רבה כמר בריה דרב אחא עביד הכי נהי דלפסידא דידיה לא חייש אדאחרים לא חייש והא תניא אם היו מושכרין או מוחכרין אצל אחרים הרי אלו יעשו
12 Marjon, Sohn des Rabin, und Mar, Sohn des R. Aḥa, des Sohnes Rabas, hatten gemeinsam ein Ochsengespann, und als einst bei Mar, dem Sohne R. Aḥas, des Sohnes Rabas, ein Trauerfall sich ereignete, trennte er das Gespann. R. Aši sprach: Dies tut ein bedeutender Mann wie Mar, der Sohn R. Aḥas! Wenn er seinen Schaden nicht berücksichtigt, sollte er denn den Schaden anderer nicht berücksichtigen!? Es wird ja gelehrt, daß, wenn [Leidtragende] bei anderen verpachtet oder vermietet sind, sie arbeiten dürfen.
יג והוא סבר אדם חשוב שאני
13 Er aber war der Ansicht, bei einem angesehenen Manne sei es anders.